Kammerkonzerte
in Zeiten von Corona

Trotz und wegen Corona – und auch vielleicht über die Zeit der Pandemie hinaus – wollen die “Aachener Wohnzimmerkonzerte” Musikern eine Plattform bieten, ihre Kunst live zu Gehör zu bringen. Gleichzeitig möchten wir die Zuhörer einladen, in dieser entbehrungsreichen Zeit vielfältige Kammermusik zu Hause zu genießen, während wir alle auf bessere Zeiten warten.

Unser Programm bietet Kammermusik aller Epochen in kleinen Besetzungen, jeweils ungefähr 60 Minuten lang.

Alle Konzerte werden über freiwillige Spenden finanziert.

"Eine Konzertreihe, die man allen Kammermusikfreunden in diesen Zeiten ans Herz legen kann."

Aachener Nachrichten, 30. März 2021

Das Konzept:

Die Aachener Wohnzimmerkonzerte entstanden im Winter 20/21, um Musiker*innen durch das Live-Streaming eine Möglichkeit zu geben, trotz Pandemie und Lockdown ihre Kunst weiter vor Publikum darzubieten und Zuhörer*innen in entbehrungsreichen Zeiten Kultur nach Hause ins Wohnzimmer zu bringen.

Die Initiative veranstaltet seitdem monatlich ein Konzert mit erlesener Kammermusik in Privaträumen oder Museen Aachens. Die meisten Künstler*innen kommen aus der Region, aber auch junge aufstrebende Ensembles aus Köln sind bereits aufgetreten. Die Konzertreihe finanziert sich im Wesentlichen aus freiwilligen Spenden und seit dem Sommer 2021 auch aus Eintrittsgeldern für den Live-Besuch.

Das Konzertleben kehrt langsam wieder zur vertrauten Normalität zurück, die Künstler*innen aber werden die Einbußen der Coronazeit noch lange spüren. Die Aachener Wohnzimmerkonzerte wollen ihnen weiterhin eine Plattform für ihre Kreativität geben.

Die persönliche Atmosphäre von Kammerkonzerten in Privaträumen, verbunden mit einem Livestream für interessiertes Publikum in der Ferne, bleibt auch nach dem Ende der Pandemie ein charmantes Format zur Bereicherung der Aachener Kulturszene.

Seien Sie dabei!

Wir informieren Sie gerne – melden Sie sich hier für unseren Verteiler an.

Sonntag, 19. Dezember, 17 Uhr
Burg Frankenberg, Aachen

Trio Sérénade

  • Vitalii Nekhoroshev (Klarinette) 
  • Kateryna Kostiuk (Violine)
  • Violina Petrychenko (Klavier)

Musik von Mozart, Schumann, Grieg, Schostakowitsch, Poulenc und anderen.

Foto: Oliver Motz

Trio Sérénade – Invitation au Château

Kateryna, Violina und Vitalii kommen aus der Ukraine, gründeten ihr Trio aber erst in Deutschland, wo sie ihre Studien fortsetzten. Violina studierte in Weimar, Köln und Essen (Solo und Kammermusik), Kateryna in Köln (Orchesterspiel) und Vitalii folgte seiner Leidenschaft und studierte Neue Musik in Essen. Zueinander fanden die drei in Köln, wo sie auch wohnen und proben. Sie sind einerseits solistisch aktiv und verfolgen ihren je eigenen Stil, und doch ergänzen sie einander und bilden ein dichtes Zusammenspiel.  

Die drei jungen Musiker sind ständig auf der Suche nach neuen Farben und Nuancen, die diese besondere Besetzung bietet. Sie bezaubern ihr Publikum mit Klang, Humor und musikalischer Vielfältigkeit. Die drei international ausgezeichneten Musiker haben sich nach der Pariser Musikgesellschaft “La Sérénade” benannt, in deren Soirée die Suite des französischen Komponisten Darius Milhaud “Der Reisende ohne Gepäck” erstmalig aufgeführt wurde.

Über das Programm:

Mozart hatte als einer der ersten die Klarinette in die Kammermusik eingeführt. Sein “Kegelstatt-Trio” entstand spontan während eines Abends im Beisein des berühmten Klarinettisten Anton Stadler. Anstatt zu musizieren kam ihnen der Gedanke, das Trio zu schreiben. Dann erklingen “Drei Romanzen” von Robert Schumann, die er als Weihnachtsgeschenk für seine Frau komponiert hat. Die berühmten Stücke von Edvard Grieg bringen eine märchenhafte Note ins Konzert. Danach folgen die malerischen “Fünf Stücke” von Schostakowitsch, die er für ein Theaterstück schrieb. Das ungewöhnliche Stück “L’Invitation au Château” von Francis Poulenc ist heitere Bühnenmusik in mehreren kurzen Sätzen. Es ist ein Werk voll Humor, Fantasie und französischem Charme. Astor Piazzolla verkörperte eine große Hoffnung für ein bestimmtes Publikum, das eher vom Jazz kam als vom Tango. Er war es, der die volkstümliche Musik Argentiniens in die Moderne führte. In diesem Programm sind seine berühmten Tangos wie “Cafe 1930” und “Milonga del Angel” zu hören.

Weitere Konzerte:

Aachener Wohnzimmerkonzerte e.V. – www.aachener-wohnzimmerkonzerte.de – Sitz des Vereins (Gerichtsstand): Aachen – Eingetragen beim Amtsgericht Aachen, Nr. VR 6141