Erlesene Kammermusik
an besonderen Orten
Ursprünglich aus den beschränkten Umständen der Coronazeit entstanden, bieten die Aachener Wohnzimmerkonzerte heute weiterhin erlesene Kammermusik aller Epochen in großzügigen Privaträumen, in Museen oder an interessanten anderen Orten.
Die persönliche Atmosphäre kleinerer Räume und der nahe Kontakt zum Publikum wird von Künstler*innen wie dem Publikum sehr geschätzt.
"Eine Konzertreihe, die man allen Kammermusikfreunden in diesen Zeiten ans Herz legen kann."
Aachener Nachrichten, 30. März 2021
Über uns...
Erlesene Kammermusik an besonderen Orten – unter diesem Motto bereichern die Aachener Wohnzimmerkonzerte seit 2021 die Kulturlandschaft der Region. Ursprünglich als reines Livestream-Format ins Leben gerufen, sollte die Konzertreihe Musiker:innen während der Pandemie eine Bühne und eine Einkommensquelle bieten.
Was damals als kreative Antwort auf den kulturellen Stillstand begann, hat sich inzwischen zu einer festen Größe im Aachener Veranstaltungskalender entwickelt: ein frisches und sympathisches Format, das seinem wachsenden Live-Publikum Kammermusik an wechselnden, oft überraschenden Orten präsentiert.
Zahlreiche Konzerte sind hier nachzuerleben.
Im Jahr 2025 fand als neues Projekt der Aachener Wohnzimmerkonzerte zum ersten Mal das Festival für Alte Musik Fonte vivace in Aachen und der Region statt und stieß auf äußerst positive Resonanz sowohl beim Publikum als auch bei den beteiligten Künstler:innen. 2026 konnten wir an diesen Erfolg anknüpfen und das Festival mithilfe verschiedener Fördergeber sogar größer und breiter aufstellen. In Zukunft wird das Festival zweijährlich stattfinden.
Impressionen der Festivals sind zu finden auf der Festival-Webseite www.fonte-vivace.de.
Die Konzertreihe finanziert sich aus Eintrittsgeldern und freiwilligen Spenden und wird darüber hinaus gefördert vom Kulturbetrieb der Stadt Aachen, der Jugend- und Kulturstiftung der Sparkasse Aachen und weiteren privaten und öffentlichen Kulturförderungsinstitutionen.
Seien Sie dabei! Wir informieren Sie gerne – melden Sie sich hier für unseren Verteiler an.
Nächstes Konzert:
Sonntag, 11. Oktober 2026, 18 Uhr
kwartier 106, Aachen
Altera Pars | Große Symphonien – kleine Besetzung
- Polina Gorshkova – Flöte
- Edi Kotlyar und Adrian Bleyer – Violine
- Angel Muñoz-Vella und Anna Kodama – Viola
- Pavel Serbin – Cello
- Eva Euwe – Kontrabass
Symphonien und Ouvertüren von Beethoven und Wölfl
in Transkriptionen des Beethoven-Zeitgenossen G. Masi für sechs / sieben Spieler
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es noch kein regelmäßiges öffentliches Konzertleben, wie wir es heute kennen. Viele Menschen hatten nicht die Möglichkeit, große symphonische Werke im Konzert zu erleben. Umso größer war der Wunsch nach Arrangements dieser Musik für das Musizieren zu Hause. So konnten sich Musikliebhaber am Klavier oder in kammermusikalische Form im Freundeskreis mit den neuesten Werken vertraut machen.
Hausmusik wurde zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen des aufstrebenden Bürgertums, und Bearbeitungen populärer symphonischer Werke und Opern waren weit verbreitet. Sowohl Komponisten als auch Verleger ließen Kammermusikarrangements bekannter Werke anfertigen, die häufig sogar parallel zur Orchesterfassung beim selben Verlag herausgegeben wurden. Auch Beethoven selbst bearbeitete seine 2. Symphonie für Trio und die Fassung erschien fast gleichzeitig mit der Uraufführung der Symphonie.
Mit den heutigen Möglichkeiten, Musik jederzeit digital zu hören oder Konzerte zu besuchen, haben die Transkriptionen ihren ursprünglichen Zweck (Musik einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen) verloren. Zugleich entsteht ein neuer Reiz: sie ermöglichen uns, bekannte Werke aus einem komplett anderen Blickwinkel zu erleben. Im kammermusikalischen Kontext treten musikalische Ideen oft direkter und deutlicher hervor, während der Wechsel vom orchestralen hin zur kammermusikalischen Gestaltung neue Klangfarben und Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet.
Nun haben die Mitglieder des Ensembles „Altera pars“ in der British Library Transkriptionen des Beethoven-Zeitgenossen Girolamo Masi von Symphonien Beethovens und Joseph Wölfl für sieben Spieler entdeckt, die vermutlich seit dem frühen 19. Jahrhundert nicht mehr aufgeführt wurden.
In Kooperation mit
Erlesene Kammermusik an besonderen Orten
Unterstützt durch
Kulturbetrieb der Stadt Aachen
Aachener Wohnzimmerkonzerte e.V. – www.aachener-wohnzimmerkonzerte.de – Sitz des Vereins (Gerichtsstand): Aachen – Eingetragen beim Amtsgericht Aachen, Nr. VR 6141


